1.Vorsorge
Die jährliche
Krebsvorsorge
dient dem frühzeitigen Erkennen einer eventuell vorhandenen
Krebserkrankung im Urogenitaltrakt und sollte ab dem 45. Lebensjahr
einmal im Jahr durchgeführt werden. Ein Teil der hierzu zu
empfehlenden Untersuchungen ist durch die gesetzliche Vorsorge
abgedeckt.
Im Rahmen der Komplettvorsorge
möchten wir Ihnen in unserer Praxis eine sinnvolle, vernünftige
und vor allem qualifizierte Krebsvorsorge anbieten. Sie beinhaltet
zusätzlich zur körperlichen Untersuchung
Urinuntersuchungen, Blutuntersuchungen und Ultraschalluntersuchungen.
Wir halten eine Ultraschalluntersuchung über den After, den
sogenannten transrektalen Ultraschall, zur genaueren Diagnostik der
Vorsteherdrüse für sehr informativ hinsichtlich der
Anatomie und kritischer Veränderungen. Des weiteren kann über
die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens im Blut, des PSA-
Wertes eine erhebliche Verbesserung der Früherkennung erreicht
werden. Unabdingbar aufgrund der steigenden Zahlen an Tumoren im
Harntrakt sehen wir die genaue Untersuchung des Urins, die in der
Leistungslegende für die Krensvorsorge ebenfalls nicht
vorgesehen ist. Durch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren lassen
sich frühzeitig sowohl gutartige als auch bösartige
Nierenerkrankungen feststellen.
2.Impotenz
Trotz
einer gewissen Enttabuisierung der Sexualität in der
Gesellschaft brauchen Patienten oft Monate und Jahre, bis Sie sich
ein Herz fassen und Ihren Urologen wegen Ihrer Impotenz/
Potenzstörung konsultieren. Oft besteht schon lang ein
erheblicher Leidensdruck für die Patienten und/oder eine
gravierende Paarstörung. Insbesondere durch die Medien ermutigt
spechen Patienten dieses Problem in unserer Praxis glücklicherweise
immer öfter an. Die in unserer Praxis durchgeführte
Diagnostik und Therapie der Impotenz unterscheidet Erkrankungen
der Gliedsteife (Erektionsstörung)
oder des Samenergusses
(Frühzeitiger Samenerguß= Ejakulatio praecox),
sowie Probleme der Zeugungsfähigkeit
(Infertilität).
Die Ursachen der Erektionsstörung können vielschichtig und
organisch oder psychisch bedingt sein. Ziel der differenzierten
Diagnostik der Impotenz ist eine ursächliche Therapie. Hierzu
werden folgende Untersuchungen in unserer Praxis durchgeführt:
-körperliche Untersuchung -Urin und Blutuntersuchungen,
Hormonuntersuchungen -Sonographie/ Dopplersonographie
-psychosomatische Evaluation. Therapeutisch sollte nach einer
differenzierten Diagnostik wenn möglich eine ursächliche
Behandlung der Impotenz oder Erektionsstörung erfolgen. Hierbei
kommen unter anderem zum Einsatz: -psychosomatische Therapie
-Hilfsmittel (Vakuumpumpe) -medikamentöse Behandlung
(z.B.Hormontherapie, MUSE, SKIT) In der Regel ist für jeden
Patienten eine individuelle Therapie möglich. Sprechen Sie Ihren
Urologen auf dieses Problem ruhig einmal an.
3.
Infertilität
Die
Unfruchtbarkeit des Mannes kann verschiedene Ursachen haben: das
keimbildende Gewebe kann geschädigt sein, z.B. durch
Hodenhochstand in der Kindheit, durch Mumps o.ä.; oder das
Hodengewebe besteht nur aus hormonbildenden Zellen und kann keine
Samenzellen bilden. Eine andere Ursache ist eine Hormonstörung,
dass nicht genügend Testosteron vorhanden ist, wobei auch hier
die Gründe vielfältig sind. Wenn die Samenkanälchen im
Nebenhoden verschlossen sind, z.B. durch eine starke
Nebenhoden-Entzündung in der Vorgeschichte, können die
Spermien nicht in den Samenleiter gelangen. Seltene Ursachen sind
fehlende Anlage des Samenleiters, Samenleiterverschluss etc. Eine
Prostata-Entzündung kann eine Verminderung des Spermien-Qualität
verursachen. Stress und psychische Belastung kann ebenfalls eine
Infertilität bedingen. Im Spermiogramm (Untersuchung des
Samenergusses) werden die Anzahl der Samenzellen sowie ihre
Beweglichkeit und Form untersucht, ebenso werden mehrere Kulturen auf
Bakterien, Chlamydien etc. angelegt und mehrere
Stoffwechsel-Untersuchungen vorgenommen. Die körperliche
Untersuchung kann Anomalien im Bereich des Genitaltrakts aufdecken,
die Blutuntersuchung Hormonstörungen nachweisen. Die Behandlung
der Infertilität richtet sich nach der Ursache und besteht z.B.
in Hormonsubstitution, Stress-Bewältigung, medikamentöser
Therapie oder zum Schluss in Zusammenarbeit mit dem Gynäkologen
in künstlicher Befruchtung.
4.Inkontinenz
Es
gibt verschiedene Formen der Harninkontinenz. Man muß zwischen
Stress-Ink., Urge-Ink., Überlauf-Ink., Reflex-Ink. und
extraurethraler Inkontinenz unterscheiden. Die Unterscheidung der
Inkontinenzformen gelingt durch genaue Erhebung der
Krankheitsvorgeschichte und durch spezielle Untersuchungen.
Inbesondere ist eine urodynamische Untersuchung
(Blasenfunktionsmessung) zur genauen Diagnose erforderlich. Diese
erfolgt in unserer Praxis mit einem modernen, computergesteuerten
Messgerät, an das ein Blasendruck-Messkatheter angeschlossen
wird. Der dünne Katheter wird in die Blase eingeführt und
die Blase dann unter genau definierten Bedingungen mit Wasser
aufgefüllt. Während der Füllphase wird die
Druckentwicklung bei Hustenstößen gemessen, nach Erreichen
der Blasenkapazität wird zum Wasserlassen aufgefordert.
Anschließend wird noch der Harnröhrendruck bestimmt. Durch
diese computerunterstütze Untersuchung und Auswertung kann eine
genaue Differenzierung der Inkontinenz-Form erfolgen. Auf Grund
dieser differenzierten Diagnostik der Inkontinenzform kann eine
individuelle angepasste Therapie eingeleitet werden. Hierbei kommen
konservative (z.B. Beckenbodengymnastik), medikamentöse und
operative Behandlungsverfahren zum Einsatz. Die individuelle Beratung
und Behandlung in unserer Praxis erfolgt in enger Zusammenarbeit mit
der Selbsthilfegruppe der Inkontinenzpatienten (Deutsche Gesellschaft
für Inkontinenz, www.gih.de)
5.Operationen
Ambulante
Operationen:
-Blasenspiegelungen
-Vasektomien
(Sterilisation beim Mann)
Die
Operationen werden in Lokalnarkose durchgeführt.
6.
Proktologie
Die Proktologie befasst sich mit der Erkennung und Behandlung im
Bereich des Afters und des Enddarms. Hierzu gehören vor allem
lästige Erkrankungen wie Hämorrhoiden mit Afterjucken,
-nässen , -brennnen; schmerzhafte
Hämorrhoidalknoten(Analvenenthrombosen),Afterengen
(Analstenosen), teiweiser Vorfall des Darmes (partieller Vorfall des
Darmes); Enddarmbluten, gut/bösartige Geschwulste im
Enddarmbereich und anale Fisteln.
7.Kinderurologie
Die Kinderurologie ist ein Praxisschwerpunkt. Es gibt viele
angeborene urologische Erkrankungen, z. B. Phimose, Hodenhochstand,
Leistenbruch, Wasserbruch, Refluxkrankheit etc. Das nächtliche
Einnässen (Enuresis nocturna) ist ebenfalls eine häufig
vorkommende Störung, die in den meisten Fällen gut zu
behandeln ist.
8.Hausbesuche
Bettlägrige Patienten werden nach telefonischer Rücksprache
auch in Rahmen von Hausbesuchen betreut.
9.Psychosomatik
Psychische Einflüsse auf urologische Erkrankungen sind in
vielen Fällen eindrucksvoll nachweisbar. Die Blase ist hierbei
häufig Zielorgan psychischer Konflikte (die Blase als Spiegel
der Seele). So können psychosmatische Störungen unter
anderem bei folgenden Symptomen beobachtet werden wie Inkontinenz,
Reizblase, Harnverhalt, chronische Blasenentzündungen, Enuresis,
unklare Schmerzzustände im Urogenitalbereich, Hoden-
Nebenhodenentzündungen, Prostataentzündungen,
Potenzstörungen, Einschränkungen der Zeugungsfähigkeit).
Haben
Sie weitere Fragen, sprechen Sie uns an. Wir sind für Sie da.